„Rein kann jeder. Aber raus wollte noch keiner“

Juliane/ Juni 5, 2017

Besuch beim PopChor Wedding – Oder: Warum Chor mehr als „eine Freizeitbeschäftigung“ ist.

Irgendein Donnerstagabend, 22:31 Uhr in einer liebevoll aber doch etwas gewöhnungsbedürftig eingerichteten Kneipe im Wedding. Sieben fabelhafte Menschen sitzen beim zweiten oder dritten oder irgendeinem Bier und man könnte einerseits meinen, dass die sieben sich schon ewig kennen.

Man könnte sich andererseits aber auch irgendwie fragen, wie die doch ziemlich unterschiedlichen Charaktere zusammenkommen. Die Antwort ist, wenn man sie kennt, ziemlich einfach und lautet: PopChor Wedding.
Dass die Jungs und Mädels und Frauen und Männer einer der Hitgaranten des diesjährigen Lineups sind, wissen alle, die im letzten Jahr dabei waren. Es ist einfach tatsächlich mindestens eine Nummer für jeden im Publikum dabei. Dein heimlicher peinlicher Lieblings-Dancehit im hintersten Eckchen Deines Musikherzens ist „Eins, zwei Polizei“? Du kommst auf Deine Kosten. Wenn sie im Radio „Barfuß am Klavier“ spielen, drehst Du jedes Mal laut auf? Johannes und seine Gang wissen, was Du brauchst. Der Popchor Wedding hat gefühlt einfach alles im Repertoire.
Zugegeben, ich kam ein bisschen zu spät zur Probe und habe deshalb nur noch den letzten Teil mitbekommen, aber der hat ausgereicht, um zu bestätigen, dass da wieder eine Hitmaschine am Start sein wird. Wie soll’s auch anders sein. Chorleiter Johannes, der blonde Junge mit dem Gitarrengurt, auf dem PopChor Wedding steht, wirft mit jedem Song sein Herz in den Raum. Und entsprechend viel Herz kommt mit jeder Note von der Gang zurück.

Gegrinst wird immer.
Unterschiedlichste Menschen mit vermutlich unterschiedlichsten Vorlieben und Geschmäckern, die sich immer wieder auf eine einzige gemeinsame Musike einigen und zusammen auf eine nicht enden wollend unterhaltsame Art „performen“ – ausgelutschter Begriff, zugegeben. Aber was da passiert, ist nicht nur schön anzuhören, sondern sorgt automatisch dafür, dass man mitwippt und sich irgendwie auch ein bisschen in die Menge mischen und mittanzen will. Ja, es wird getanzt. Und nein, nicht zu einer steifen Choreo, sondern einfach aus Lust an der Sache.

Groove is in the heart
Dass wir mittanzen möchten, liegt aber auch daran, dass der Chor uns mit so offenen Armen empfängt. Sowohl während der Probe, als auch danach in der besagten Kneipe. Da geht es bei Snacks von der Kneipenkarte und Feierabendbier natürlich auch noch um den üblichen Chortalk. Aber darüber hinaus sitzen dann eben auch einfach sechs Menschen am Tisch, die sich gerne mögen und sich für einander interessieren und sich fragen stellen und gegenseitig ausreden lassen. Passiert heutzutage ja selten genug.

Nach der Probe ist vor der Probe.
Ein Chor ist eben oft nicht „einfach nur“ ein Hobby, sondern auch ein fester sozialer Anker. Für den einen ein Wochenhighlight, für den anderen ein Seelentröster und für den dritten der lebensnotwendige Ausgleich zum Job, in dem keine Kreativität gefragt ist. Wie schön, dass es Chöre gibt. Und wie schön, wenn dabei so eine Gute-Laune-Maschine entsteht.
PopChor Wedding, wir polieren jetzt schonmal unsere Dancing Shoes und wärmen uns auf für euren Auftritt im Juli. Bleibt geil!
PS: Wer jetzt Lust hat, mitzumachen (was auch sonst) hat leider nur die Chance, sich auf die Warteliste setzen zu lassen. Wie sich beim Bier im Nachgang zur Probe herausstellte, kann „jeder rein, nur raus wollte noch niemand“ – ihr könnt euch also grob vorstellen, mit welchen Wartezeiten zu rechnen ist. Tut euch also lieber zusammen und gründet einen eigenen Chor, davon können wir ja in diesen Zeiten in Wahrheit gar nicht genug haben.

Hinterlasse eine Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sie sollten das verwenden HTML Schlagworte und Attribute: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>
*
*