Schwedisch für Anfänger – per Whatsapp

Juliane/ August 16, 2017

Samstagmorgen, wir treffen uns am Leopoldplatz, um den Carl-von-Ossietzky-Chor bei der Probe zu besuchen. Erst in der Sparkasse um die Ecke, danach in einer Kirche. Wo man halt so probt.

Filiale Wedding. Ausgezeichnet.
Der Carl-von-Ossietzky-Chor schaut auf eine 40-jährige Geschichte zurück und ist, wie so viele langjährig bestehende Chöre, aus einem Schulchor entstanden. Entsprechend sind auch die SängerInnnen bunt gemischt und interessiert an ganz unterschiedlichen Stücken. Eine Schublade kennen sie nicht, sie knüpfen sich vor, worauf sie gerade Lust haben: Geistige Stücke, Volkslieder und alte Schätze, die in Vergessenheit geraten sind.

Nach der Bank in die Kirche, wie beim Sonntagsspaziergang.

Bei der Probe in der Bankfiliale nimmt uns der Chor mit auf eine Reise nach Skandinavien – denn im Repertoire findet sich meistens auch ein Stück in einer Sprache, die für alle neu ist. Soll ja schließlich spannend bleiben. So kann es durchaus mal vorkommen, dass eine Freundin aus Schweden einen Text per Whatsapp als Audiodatei schickt und sich der gesamte Chor basierend auf dieser Sprachaufnahme den Text zu Gemüte führt.
Das Ergebnis jedenfalls kann sich definitiv hören lassen.

Der C-v-O-Chor schlägt erfolgreich den Bogen zwischen vergessenen und modernen Stücken
Toll ist die Ruhe, die der Chor ausstrahlt. Kein Stress, keine Aufregung, entspannte Lust auf die Stücke – und die sind durchaus anspruchsvoll. Aber so lässig ist es vermutlich einfach in einem eingespielten Team, in dem sich jeder auf den anderen verlassen kann.
Vielen Dank, lieber Carl-von-Ossietzky-Chor, dass ihr uns mit eurer tollen Art Stücke näher gebracht habt, die nicht nur in Vergessenheit geraten sind, sondern die wir überhaupt noch gar nicht kannten. In all der Hektik und dem Innovations- und Entwicklungsdruck kann es augenscheinlich zwischendurch auch mal ganz spannend sein, zurückzublicken auf das, was es schon gibt und was es zu wahren gilt. Dass ihr euch mit dieser Einstellung nicht in eine verstaubte Schublade stecken lassen wollt, ist genau richtig, denn ihr gehört auch tatsächlich in keine davon.

Schön war’s!

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